Berlin

SCHÖN.MACHT.SEIN

Mittwoch,

 19.09.18 – 20.00 Uhr

Schauspielhaus

Berlin

SCHÖN.MACHT.SEIN

 

Eigenproduktion – Postdramatische Collage

Staatl. Ballettschule Berlin und Schule für Artistik

Jahrgangsübergreifender Grundkurs

Klasse 12-13

 

19 Schüler*innen

Spielleitung: Rebekka Garbers

Spieldauer: 60 Minuten

 

 

Wer bestimmt eigentlich, was schön ist? Kann ich sein, wer ich sein will? Und in welch einer Welt wollen wir leben?

Das Stück SCHÖN.MACHT.SEIN beschäftigt sich mit Schönheitsidealen, Narzissmus und Vereinzelung sowie Machtverhältnissen in Medien, Mode und Gesellschaft. Unser politisches Anliegen ist es, unser Erleben von sozialem Druck darzustellen und uns kritisch mit Schönheitsnormen, Selbstoptimierung, Konsumverhalten sowie den persönlichen und gesellschaftlichen Folgen auseinanderzusetzen. Dafür recherchierten wir in Zeitungen, Instagram-Messages, Essays, Büchern, Songs und Werbung sowie in unserem Alltag. Die so entstandene postdramatische Collage besteht vorrangig aus selbstgeschriebenen Texten. Aber wir verarbeiten auch Ausschnitte aus Anne Sextons „Schneewittchen“, Erich Frieds Gedicht „Die Maßnahmen“ und zitieren so unterschiedliche Autoren wie Ovid, Svenja Flaßpöhler und Elfriede Jelinek.

Das Oberstufenprofil Tanz-Theater-Theorie an der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik besteht aus 19 Schüler*innen der Jahrgänge 11-13. Besonders an diesem Profil sind der Leistungskurs Tanz, der dreistündige Profilkurs Theater sowie die Seminarkurse „Theorie des Dramas“ und „Ästhetik“. Theater- und tanzbegeisterte Schüler*innen aus unterschiedlichen Schulen machen hier zusammen mit den angehenden Bühnentänzer*innen und Artist*innen ihr Abitur.

Jurybegründung:

 

Diese Gruppe findet einen zauberhaften weißen Schneewittchen-Faden für ein Thema, das sie bewegt. Sie sind mutig, schön und machen ihre eigene kleine Schönheitspolitik mit giftigen Äpfeln.

Sie stellen dabei ernsthaft die Frage: Und was geht mich das alles an? Ihr „verdammt abgedroschenes“ Ende lässt uns mit Wünschen zurück, vielleicht nach ein bisschen mehr Hässlichkeit?