Brandenburg

Auf sich gestellt

Dienstag,

18.09.18 – 10.00 Uhr

RBZ

Brandenburg

Auf sich gestellt

 

Eigenproduktion nach „Der Herr der Fliegen“
von William Golding

Evangelisches Gymnasium

Hermannswerder

Kurs Darstellendes Spiel Jg. 11

 

11 Schülerinnen

Spielleitung: Dirk Hergemöller

Spieldauer: 60 Minuten

 

 

Wenn jede neue Generation die Grundlagen der Zivilisation erst erlernen und dann bewahren muss, was passiert dann, wenn eine Gruppe quasi von der Zivilisation abgetrennt von vorn anfängt und alle Werte sich erst neu bewähren müssen?

Bei einem Flugzeugabsturz auf einer entlegenen Insel überlebt eine Gruppe Jugendlicher. Auf sich gestellt, müssen sie sich auf die Situation einstellen und versuchen, bis zu ihrer ungewissen Rettung zurechtzukommen. Essbare Früchte sind vorhanden, es gibt sogar Wildschweine, die man jagen könnte. Aber das stellt sich als nicht so leicht heraus, wie auch das Feuer machen ohne Streichholz oder Feuerzeug. Und nachts sind die Jugendlichen allein mit ihrer Unsicherheit und ihrer Angst. Ist die Insel wirklich ein friedlicher Ort?

William Goldings Klassiker „Herr der Fliegen“ von 1954 war der Ausgangspunkt unserer  Spielszenen, bei denen die Schülerinnen des Kurses Darstellendes Spiel der 11. Jahrgangsstufe mehr als der individuelle Charakter jedes Einzelnen  die Gemeinschaft der Jugendlichen interessiert, die Art, wie sie sich untereinander organisieren, mit  gemeinsamen  Herausforderungen umgehen. Dies sind politische Aspekte. Die Figuren werden damit zu Verkörperungen von politischen Typen wie Anführern, kritischen Geistern, Mitläufern oder Desinteressierten. Finden die Jugendlichen eine Umgangsweise, bei der alle gehört und berücksichtigt werden? Wer setzt sich durch und warum? Wessen Vorschlägen folgt man und warum?

 

Jurybegründung:

 

Den Schülerinnen des Gymnasiums Hermannswerder gelingt es durch gezielt aufeinander abgestimmte Körperarbeit die Situation einer in der Not auf einer Insel gelandeten Gruppe Jugendlicher dem Zuschauer sichtbar und begreifbar zu machen. Im Spiel geht es vorwiegend um Vereinbarungen und Regeln des Zusammenlebens, von denen jede neu verhandelt werden muss. Inwieweit vor dem Streben nach Macht, demokratische Formen der Mitbestimmung eine Chance haben, geben die Spielerinnen weiter in die Köpfe des Betrachters.