Bremen

Heimat

Dienstag,

18.09.18 –10.30 Uhr

Schauspielhaus

Bremen

Heimat

 

Eigenproduktion

Postdramatische Szenencollage

Schulzentrum an der Börderstraße,

Bremen

 

Vorklasse Theaterunterricht

23 Schüler*innen

Spielleitung: Christine Baron

Spieldauer: 40 Minuten

 

 

20 Schüler und Schülerinnen, aus fünf verschiedenen Ländern stammend (Griechenland, Belutschistan, Guinea, Afghanistan und Syrien), lassen in ihrer Inszenierung die Zuschauer ein Stück weit an ihren Heimatgeschichten teilhaben. Zu oft sind es Verlustgeschichten. Und es stellt sich immer wieder die Frage, inwieweit es diesen Schülern in einer ihnen zunächst völlig unbekannten Welt überhaupt wieder gelingen kann, dass sich ein Gefühl des Angekommenseins, des Aufgehobenseins einstellen kann. Eine durchaus politische Frage, denn letztlich hängt dies vor allem mit der Art der Begegnung zusammen, die sie mit den Menschen hier erleben. Gleichzeitig zeigen uns diese Geschichten, wie zerbrechlich ein scheinbar sicheres und friedliches Alltagsleben sein kann.

Neben Klavierklängen (die eher an eine Saz erinnern), dem von Moaz gesungenen Lied „Wen msafer wen“ und einem kurzen Aufleben der Popikone Michael Jackson führen uns gerade die Kinderspiele vor Augen, dass es trotz aller Differenzen auch immer einen gemeinsamen Kern in unserem Erfahrungsschatz gibt. Und diesen zu finden lohnt sich, um „anzudocken“, denn fest steht für alle: „Heimat ist ein Teil dieser Erde.“

 

 

Jurybegründung:

 

Mit viel Charme und Spielfreude setzen sich junge Menschen, die ihre Heimat verloren haben mit ihrem Verlust auseinander. In der bewussten Wahl einfacher  theatraler und choreografischer Mittel kombiniert mit eigenen autobiografischen Texte erzielt die Gruppe große Wirkung: Mal leise und poetisch, mal ausgelassen und witzig lassen uns die Spieler*innen teilhaben an ihren Gedanken, Gefühlen und  Erinnerungen zum Thema „Heimat“.