Mecklenburg-Vorpommern

Die Abgehängten

Donnerstag,

20.09.18 – 17.00 Uhr

RBZ

Mecklenburg-Vorpommern

Die Abgehängten

 

Eigenproduktion

ecolea Gymnasium, Rostock-Warnemünde

Klassenübergreifende Theatergruppe

 

23 Schüler*innen

Spielleitung: Stefan Moritz

Spieldauer: 45 Minuten

 

 

Schuldt und Cent sitzen abends gerne im „Zum dicken Stamm“ und philosophieren über die Welt. Ihr gewohntes Umfeld wird von Ion gestört, der sich die Sorgen der beiden anhört und versucht Lösungen zu finden für ihre Probleme. Als dann noch klar wird, dass ihre Stammkneipe dicht machen wird, scheint es kein Halt mehr zu geben für die beiden.

 

Im Rahmen der wöchentlichen 90 Minuten wurden die Spieler schnell auf sich alleine gestellt, übernahmen Aufwärmübungen, Regiearbeiten, Themenfindung und Hintergrundrecherche. Der Spielleiter griff nur ein, wenn es nötig war. Der schwierige Prozess der Themenfindung wird im Prolog aufgenommen und zeigt eine überspitzte Entwicklung des Themas. Rassismus und Ausgrenzung standen zunächst im Mittelpunkt, dann wurde Szene für Szene aus dem Arbeitstitel „Wohnzimmerweisheiten“ ein Stück, das versucht, sich in die Probleme von Protestwählern, Montagsdemonstranten und Wutbürgern hineinzuversetzen. Was kann man tun gegen oder für die festgefahrenen Meinungen der Menschen, die dem Rechtspopulismus folgen? Zuhören, Verständnis zeigen, Alternativen anbieten, andere Meinungen verdeutlichen oder einfach machen lassen? Die Schüler*innen haben ihre Erfahrungen eingebracht und zeigen, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Weder für die Kneipe an der Ecke noch für unsere Gesellschaft.

Jurybegründung:

 

In ihrer Eigenproduktion fragt die Gruppe danach, was „Politik“ eigentlich für sie bedeutet – und gibt in ihrem Spiel eine Antwort: Dort, wo gesellschaftliche Bedingungen individuelle Schicksale beeinflussen, greift Politik in ihr Leben ein.

In kleinen Spielszenen lernt das Publikum solche Schicksale kennen, in denen persönliches Scheitern als gesellschaftlich verursacht sichtbar wird.