Schleswig-Holstein

Na GOTT sei DANK!

Sonntag,

16.09.18 – 20.00 Uhr

Opernhaus

Schleswig-Holstein

Na GOTT sei DANK!

 

Eigenproduktion - Szenencollage

Theodor-Storm-Gemeinschaftsschule

Kiel-Wellingdorf

Wahlpflichtkurse Gestalten Jg. 9 & 10

 

21 Schüler*innen

Spielleitung: Julia Schlenstedt

Spieldauer: 50 Minuten

 

 

Das Ensemble besteht aus 21 Spieler*innen. Es gibt 13 unterschiedliche Nationalitäten beziehungsweise Migrationshintergründe und 8 verschiedene Religionszugehörigkeiten. Die zwei Wahlpflichtkurse Gestalten der Jahrgänge 9 und 10 haben sich zunächst separat und dann gemeinsam mit den Themen „Glauben“ und „Religion“ beschäftigt.

Einige bringen traumatische Kriegs- und Fluchterfahrungen mit sowie grausame Erinnerungen an Zwang und Gewalt im Namen von Religion. Manche haben sich von ihrer Religion abgewendet, manche nie eine gehabt. Viele lieben ihre Religion, sie gibt ihnen Kraft und Geborgenheit. Es gab intensive persönliche Auseinandersetzungen mit der eigenen Religion ebenso wie mit dem Glauben und den Ansichten Anderer. Im Laufe der Produktion hat die Gruppe anfängliche Differenzen überwunden und zu mehr Toleranz und Gemeinschaftlichkeit gefunden.

 

Woran glaube ich?

Was ist wesentlich? Was verbindet alle Religionen?

Würde ich an meiner Religion etwas ändern, wenn ich könnte?

Welche Armee ist heilig?

Warum in seinem Namen? Er wird viel zu oft gebraucht.

 

Im Sinne der Ästhetischen Forschung und des Biografischen Theaters haben die Spieler*innen Erfahrungen, Informationen, Liedtexte und Gedanken erforscht, sie gesammelt, diskutiert und für die Bühne verarbeitet. Schülerinnen aus dem Chor singen gemeinsam mit den Spieler*innen. Choreografien, Spielszenen, Texte und Lieder werden zu einer Szenencollage mit viel Musik.

 

Deshalb sag ich Gott sei Dank, denn ich bin hier.

 

Jurybegründung:

 

Die Schüler*innen der Theodor-Storm-Gemeinschaftsschule haben sich ernsthaft und glaubwürdig mit der Fragestellung auseinandergesetzt, was in der Gesellschaft in Gottes Namen verhandelt wird. Ausgehend von ihrer eigenen Lebenswirklichkeit untersuchen sie die Auswirkungen ihres jeweiligen Glaubens auf ihren Alltag und finden für ihre Fragestellungen und die Verarbeitung ihrer biografischen Hintergründe eine theatrale Umsetzung, die die Tiefe und Intensität ihrer Forschung anschaulich, ernst und selbstkritisch auf die Bühne bringt. Intensiv und hellwach zeigt sich ein diverses Ensemble homogen und zeitkritisch.