Schüler*innen
Werkstätten

Schüler*innen Werkstätten

20 Workshops

für Schüler*innen

am 17.09.2018 im RBZ

 

Liebe Schülerinnen, liebe Schüler,

bitte sucht euch aus den 20 Workshops drei aus, die euch besonders zusagen. Entscheidet euch dann, was für euch die Erstwahl, die Zweitwahl und die Drittwahl ist und tragt das in die Liste ein.

 

Wir, die Veranstalter, möchten gerne, dass sich in den Workshops die Gruppen mischen, damit ihr gleich am zweiten Tag des Festivals möglichst viele gleichgesinnte Theaterbegeisterte aus anderen Gruppen kennen lernen könnt. Deshalb gilt die Regel, dass aus jeder Gruppe nicht mehr als drei denselben Workshop wählen sollen. Das hat auch den Vorteil, dass ihr nach dem Festival viele neue Impulse in eure Gruppe einbringen könnt.

 

 

Werkstatt 1:

Standpunkte

 

Alter: Ab 15 Jahren

Leitung: Matthias Winter

 

Sich ausdrücken – Position beziehen – Farbe bekennen – wie ein Fels in der Brandung stehen – polarisieren – Rückgrat haben – Stärke beweisen – sich nichts vormachen lassen – die richtigen Fragen stellen – sich emanzipieren – nicht mit den Wölfen heulen

 

Wer Flagge zeigen will, braucht einen Standpunkt. Das kann eine Meinung sein aber auch eine Frage oder gar Anklage. Wir erarbeiten eine Performance zwischen Individuum und Gruppe; finden die richtigen Worte und setzen sie in Szene. Sprechen alleine, im Chor im Gehen oder Stehen. Ihr seid Autoren und Darsteller zugleich. Unser Text entsteht auf der Probe. Intuitiv und ganz wie von selbst.

 

Matthias Winter, Dozent für Schauspiel, Maskenspiel, Improvisation und Performance, hat das Körpertheater nach der Methode Lecoq erlernt und in der Arbeit mit Koryphäen dieses Metiers beständig vertieft. Er arbeitet nach Ausbildung an der Theater-Akademie-Stuttgart als freischaffender Theaterlehrer, Schauspieler und Theaterpädagoge. Letzteres in eigenen Theaterprojekten mit verschiedensten Zielgruppen an Schulen, kulturellen Zentren und Theatern z.B. für das Thalia Theater und für das Deutsches Schauspielhaus.

 

 

Werkstatt 2:

WiderStand – Ein Tanzworkshop

 

Alter: Ab 14 Jahren

Leitung: Silke Gerhardt

 

Tanz kann fast alles sein!

Laufen, rennen, anlehnen, zu Boden sinken, wieder aufstehen…Bewegen mit und gegeneinander.

Diese aus dem Alltag bekannten Bewegungselementen wollen wir nutzen um gemeinsam choreografisch zu arbeiten und uns damit auf die Suche begeben, wie man mit Mitteln des Tanztheaters das „Thema“ Widerstand auf die Bühne bringen kann.

Zu diesem Workshop sind alle eingeladen, die Lust auf Tanz und Bewegung haben.

Bitte Bewegungskleidung mitbringen.

Silke Gerhardt ist Lehrerin für Tanz, Theater, Sport und Geografie am Musikgymnasium „J.W.v.Goethe“ in Schwerin. Sie etablierte an der Schule das Fach Tanz in Klasse 5 und 6 und unterrichtet im Rahmen von Darstellendem Spiel in den Klassenstufen 9-12 Tanztheater als besondere Spezialisierung.

Mit dem von ihr gegründeten Tanztheater Lysistrate war sie zu zahlreichen nationalen und internationalen Festivals eingeladen, u.a. zum Schultheater der Länder und Theatertreffen der Jugend. Sie kreiert generationsübergreifende Tanz-und Theaterprojekte und im Rahmen von Inklusion. Als Projektleiterin organisierte sie 2013 das Schultheater der Länder in Schwerin. Seit 2014 ist sie Mitglied der Jury des Tanztreffens der Jugend Berlin.

 

 

Werkstatt 3:

Nimm das Blatt weg

 

Alter: Ab 14 Jahren

Leitung: Andrea Gritzke

 

In diesem Workshop geht es um Meinungsfreiheit! Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut in einer Demokratie. Wo sind die Grenzen dieser Freiheit, wann gerät die Menschenwürde in Gefahr? Wie entstehen eigentlich Meinungen? Und welche Meinung hast du und wie positionierst du dich? In welchen Situationen nimmst du „kein Blatt vor den Mund“ und sprichst Dinge direkt an?

Wir beschäftigen uns einerseits mit persönlichen Erfahrungen, aber auch mit „öffentlichen Aufregern“. Schlagworte sind Trump, Erdogan, Mohammed-Karikaturen, Zensur, Fake-News, Hassmails auf Facebook, Nachrichten auf Twitter.

In diesem Theaterseminar suchen wir nach szenischen Bildern und Texten, die das Thema transportieren. Wir nehmen „kein Blatt vor den Mund“ und werden nach Aufwärmübungen für Körper und Stimme, viel mit Sprache arbeiten. Wir vertreten Pro und Contra-Meinungen, streiten, sprechen als einzelner gegen die Masse, demonstrieren und erproben chorisches Spiel und chorisches Sprechen.

Bitte mitbringen: Bequeme Kleidung, Stift und Papier.

Falls vorhanden: schriftlich festgehaltene Statements von Menschen aus dem Bekanntenkreis oder diversen Medien (Zeitung, TV, Twitter, Internet, Facebook etc.), die euch an- oder aufregen.

 

Andrea Gritzke, 1975 in Hamburg geboren, ist Theaterpädagogin (BuT) und Regisseurin. Sie leitet seit 2005 Theaterprojekte mit Kindern und Jugendlichen und entwickelte zahlreiche Eigenproduktionen. Sie ist künstlerische Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters „Jenkitos“ und als Dozentin in der Lehrerfortbildung und für das Thalia Theater Hamburg tätig. (www.andreagritzke.de)

 

 

Werkstatt 4:

Die (Ohn-)Macht der Bilder

Macht der Bilder – wir machen Bilder selber Statuentheater. Theater und Medien.

 

Alter: Ab 14 Jahren

Leitung: Lionel Tomm und Janis Jirotka

 

Wer sind meine Idole und warum? Spiegeln Medien die Realität wider, was erzählen sie uns alles nicht oder zeigen sie uns nur eine von vielen Realitäten? Was sind eigentlich „fakenews“ und warum sind sie gerade heute so wirkungsvoll? Und fühle ich mich eigentlich in den Medien repräsentiert?

Medien, wie Film, Fernsehen und Fotografie beeinflussen unseren Alltag und unsere Identität, von Kindheit an. In diesem Workshop wollen wir mit Theaterübungen des Statuentheaters Bildern nachspüren und Bilder nachspielen, die wir aus den Medien kennen, die uns berühren, wütend oder traurig machen. Denn Film, Fernsehen und Fotografie funktionieren oft wie Theater – vieles ist gespielt, inszeniert, es wird nicht die ganze Wahrheit erzählt. In der Werbung sind immer alle Menschen glücklich, in Filmen finden wir oft immer noch Geschlechterklischees. Heute können wir aber durch facebook oder Instagram Medien auch selber machen. Anhand von Fotografien aus der Vergangenheit und Gegenwart werden wir erfahren, dass Abbildungen immer eine bestimmte Geschichte erzählen und immer auch etwas auslassen. In diesem Workshop stellen wir Fotografien nach, schlüpfen in Rollen, verändern Realitäten, bringen erstarrte Bilder in Bewegung und entwerfen mit unseren Körpern Bilder der Zukunft.

 

Seit drei Jahren ist Lionel Tomm künstlerischer Leiter beim Open-Air Theaterprojekt „WildwuX“, das jeden Sommer mit einem neuen Stück in Zirkuswagen durch Niedersachsen tourt. Zuletzt performte er in Brett Bailey's internationalem Projekt „Sanctuary“ in Athen, Marseille, beim „Theater der Welt“ in Hamburg und im Mousonturm Frankfurt. Als Regisseur inszenierte er 2017 mit 52 Neuntklässler*innen der Montessorischule „Wilhelm Tell“ auf der Freundschaftsinsel Potsdam.

 

Janis Jirotka (Jg. 1988) arbeitet nach einem Studium der Sozialwissenschaften in Berlin und New York in der historisch-politischen Bildungsarbeit künstlerisch mit jungen Menschen zu den Themen „Migration“, „Rassismus“, „Nazismus“, „Gender und (Queer-)Feminismus“ - dies in Verbindung mit Medien- und Theaterpädagogik sowie Kreativem Schreiben.

 

 

Werkstatt 5:

Über das, was uns jetzt wichtig ist

 

Alter: Ab 14 Jahren

Leitung: Kerstin Steeb

 

„Über das, was uns jetzt wichtig ist“ ist ein Zitat von Navid Kermani.

Aber was ist DIR eigentlich wirklich wichtig? Was würdest DU am liebsten in die ganze Welt hinaus rufen? Was würdest DU gerne verändern? Was sind die Themen im Jahr 2018, die DICH beschäftigen? Finde einen Satz oder auch mehrere! Oder leih dir einen von den Sätzen von Jonas Hassen Khemiri oder Navid Kermani, die im Workshop zur Verfügung gestellt werden. Verändere den Satz und mach ihn zu deinem eigenen. Wenn wir Textmaterial zusammengestellt haben, finden wir Methoden, die Wichtigkeit zu stärken und zu transportieren! Das Publikum soll merken, dass es euch wichtig ist. Wir spielen mit Mut, Sprache, PoetrySlam, Ausdruck, Rhythmus und bauen eine gemeinsame und bunte Textcollage.

 

Kerstin Steeb ist Musiktheaterregisseurin und außerdem Diplomsportwissenschaftlerin. Neben ihrer Arbeit als Regisseurin ist sie Dozentin am Fachbereich Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg. Mit der Inszenierung und Choreografie von „Les Enfants Terribles“ von Philip Glass hat sie ihr zweites Studium der Musiktheater-Regie an der HfMT Hamburg abgeschlossen. 2013 feierte sie Premiere mit der Inszenierung der Opera piccola „Eloise und die Vampire“ an der Hamburgischen Staatsoper und setzte die Zusammenarbeit mit der Hamburgischen Staatsoper mit der „Entführung“ nach Mozart an der Stadtteilschule Alter Teichweg fort. 2014 inszenierte sie „Der Freischütz“ am Opernloft Hamburg. Regelmäßig arbeitet sie mit Schülern im Rahmen von TuSch und ist freie Mitarbeiterin im Thalia Theater.

 

 

Werkstatt 6:

Mit Johanna in die Schlacht

 

Alter: Von 13 bis 16 Jahren

Nur für Mädchen!

Leitung: Simone Reindell-Weiß

 

Wofür würde ich kämpfen? Kann ich mutig sein? Was muss passieren, dass ich mich widersetze? Und wie kann ich das tun? Ist Gewalt eine Lösung?

 

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit starken Mädchenrollen aus den Theater-Klassikern „Antigone“, „Johanna von Orleans“, „Iphigenie auf Tauris“ und „Romeo und Julia“. Es sollen kleine Szenen entstehen, die von unseren Gedanken und Interpretationen dieser Figuren handeln und die Auseinandersetzung mit den Fragen auf verschiedene Art und Weise aufgreifen. Mal düster, mal humorvoll, mal chorografisch oder als moderne Übersetzung – alles ist möglich. Ausschnitte aus den Originaltexten, aber vor allem die eigenen Ideen bieten die Grundlage unserer Arbeit.

 

Simone Reindell hat in Hildesheim Diplom Kulturwissenschaft und ästhetische Praxis mit Schwerpunkt Theater und Pädagogik studiert. Ihre Diplomarbeit ist 2007 in Zusammenarbeit mit den integrativen Eisenhans-Projekten des Thalia Theaters entstanden. Seitdem arbeitet sie selbständig als Theaterpädagogin, u.a. für das Thalia Theater, den dm-drogeriemarkt und das Theaterwerk Albstedt bei Bremen. Seit 2010 hat sie einen Lehrauftrag für das Fach Theater am Marion Dönhoff Gymnasium in Blankenese. Darüber hinaus leitet sie regelmäßige Theaterworkshops an verschiedenen Stadtteilschulen, Grundschulen und Berufsschulen in Hamburg und Umgebung. Seit 2016 gibt sie Seminare an der JugendAkademie Bad Segeberg für die Fortbildung Theaterpädagogik.

 

 

Werkstatt 7:

UN-SICHT Bar

Komm in die Un-Sicht BAR

 

Alter: Ab 15 Jahren

Leitung: Anna Winter

 

Wir erforschen in diesem Workshop auf den Spuren von Augusto Boals „Unsichtbarem Theater“ die Tabus unserer Gesellschaft. Wir werden Szenen aus dem öffentlichen Raum nachstellen, Szenen, die wir selbst beobachtet haben im Bus, in der Fußgängerzone, in der Schule usw. Und wir bringen sie zurück, wo wir sie her haben. In die Öffentlichkeit. Ohne dass die Menschen um uns herum wissen, dass wir Theater spielen. Was werden die Menschen tun? Was machen wir? Inwieweit ist jeder von uns „nur“ ein Teil der Gesellschaft? Welche Macht hat jeder von uns, Einfluss auf die Gesellschaft auszuüben?

 

Anna Winter ist integrale Theaterpädagogin BuT und Psychodramtikerin. Seit 2005 ist sie selbständig tätig und lebt mit ihrem Sohn in Hamburg. Sie hat an diversen Schulen in Hamburg und Schleswig-Holstein gearbeitet. Seit 2012 führt sie Regie bei Ubuntu – der Circus, 2016 kam die pädagogische Leitung dazu. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Entfaltung jedes Spielers. Wichtig ist ihr das Heraustreten aus der alltäglichen Maske und das Erspielen der Rolle aus der eigenen persönlichen Tiefe.

 

 

Werkstatt 8:

Performativ in die Irre

 

Alter: Ab 15 Jahren

Leitung: Alina Gregor

 

Mit radikalen Auftritten und mutigen kleinen Aktionen für und mit den Performern im und vor dem Publikum wollen wir in diesem Workshop mit dem Moment des „Schocks“, der „Irritation“ und des „Unbekannten“ spielen. Wir gestalten in eigenen und Fremdtexten neue Möglichkeiten für ein Statement auf der Bühne und im „öffentlichen Raum“. In diesem Workshop probieren wir unterschiedliche künstlerische Mittel aus und erproben diese für die Bühne. Durch das Zusammenspiel verschiedener kreativer Medien und Ausdrucksformen wie Körper, Bild, Film, Performance und elektronische Medien ergeben sich Mischformen und Crossover- Stile, die neue Poetiken entstehen lassen.

 

Nach ihrem Studium der angewandten Theaterwissenschaften/Drama Theater und Medien in Gießen arbeitet Alina Gregor seit 2003 arbeitet als Dozentin, Schauspielerin und Regisseurin an verschiedenen deutschen Theatern, u.a. dem Thalia Theater Hamburg und Kampnagel.

Alina Gregor ist Jurymitglied und Mentorin für das „Unartfestival der jungen performativen Künste“ und arbeitet als Gutachterin für die Hamburger Kulturbehörde. Seit 2014 lehrt Alina Gregor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften. Am „Zentrum für Performance Studies Hamburg“ unterrichtet sie seit 2015. Es folgen Lehraufträge u.a. in Düsseldorf und Quito. Alina Gregor ist bereits seit ihrem Studium als freischaffende Performerin und Regisseurin tätig.

 

 

Werkstatt 9:

Flashmobs - politische Botschaften als Performance im öffentlichen Raum

 

Alter: Ab 14 Jahren

Leitung: Malte Pfeiffer

 

Flashmobs sind in aller Munde. Plötzlich bleiben Hunderte Menschen mitten in der U-Bahn gleichzeitig stehen, als stünde die Zeit still - oder es fallen sich wie aus dem Nichts auf einem Rathausplatz dutzende Leute in die Arme. Flashmobs loten die Grenzen dessen aus, was Theater und Kunst im öffentlichen Raum sein können. Sie können Protests ausdrücken, als künstlerische Aktion funktionieren – oder eben beides sein. Im Workshop entwickeln wir Aktionen und Handlungsanweisungen für Flashmobs, Straßenaktionen und urban hacking. Dabei wollen wir mit unseren Aktionen nicht nur starke oder überraschende Bilder und Momente erzeugen, sondern auch Raum schaffen für das, was sonst im Alltag der Stadt keinen Platz hat: unsere eigenen Wünsche, Träume und Vorstellungen von dem, was in unserer Stadt und unserer Gesellschaft wichtig sein sollte.

 

Malte Pfeiffer gehört zum Kollektiv der Frl. Wunder AG, die seit 2004 mittels Theater und Performance, Aktionskunst und städtischer Intervention gesellschaftliche und politische Themen der Jetztzeit künstlerisch verhandelt. Er studierte szenische Künste in Hildesheim und Szenografie in Fredrikstadt, Norwegen, ist Theaterpädagoge und seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hamburg (Performance Studies). Dort promoviert er derzeit über ästhetische Feldforschung mit Jugendlichen.

Malte Pfeiffer ist Mitautor des Kursbuches „Darstellendes Spiel“ (Klett Verlag).

 

 

Werkstatt 10:

„Unter welcher Flagge fährst du?“ – Eine Identitätssuche

Ein getanzter Workshop mit Sprache

 

Alter: 14 bis 16 Jahre

Leitung: Dorothea Ratzel und Marlene Kampwirth

 

Wir nähern uns dem Thema „Flagge zeigen!“ ganz behutsam, indem wir sämtliche Begrifflichkeiten zu dem Thema hinterfragen, definieren und diskutieren.

Das Stück Tuch, das immer ein Unikat in der Bedeutung ist.

Ein Banner, eine Fahne, die auf einem Stock gespannt ist, das Hissen und das Streichen der Flagge...

Das Besondere an dieser Herangehensweise ist die Genauigkeit, mit der zunächst die Worte und die Bewegungen und dann die Bedeutungen überprüft und erkannt werden.

Aus dem Ganzen setzten sich dann einzelne Haltungen zu einer Performance zusammen.

 

Dorothea Ratzel ist Tänzerin und Choreografin im zeitgenössischen Theatertanz. Sie ist Dozentin an der Theaterakademie Hamburg im Fachbereich Bewegungslehre/Choreografie, leitet Workshops an Schulen und gibt Fortbildungen für Lehrer/Pädagogen in Bewegungskunst, u.a. für TUSCH (Theater und Schule in Hamburg). Als dratzel produktion erarbeitet Dorothea Ratzel Eigenproduktionen und in Regieteams arbeitet sie an Oper und Schauspiel. Dorothea Ratzel lernte Marlene Kampwirth in der Produktion „Romeo und Julia“ (Regie: Jettes Steckel) am Thalia Theater Hamburg kennen, in der sie als Choreografin tätig war, um 40 jugendliche Darsteller als tanzenden Chor zu inszenieren.

 

Marlene Kampwirth ist Theaterpädagogin. Sie arbeitet als freie Mitarbeiterin der Theaterpädagogik am Thalia Theater Hamburg. Sie koordiniert und leitet dort u.a. auch für TUSCH (Theater und Schule in Hamburg) Workshops und Projekte. Sie ist Trainerin im Rahmen von „Vivo – Bildung von Grund auf!“, ein Theater- und Forschungsprojekt der Stiftung der deutschen Wirtschaft.

 

 

Werkstatt 11:

Und was dann? Wir machen unser Theater selber

 

Alter: Ab 14 Jahren

Leitung: Carmen Grünwald-Waack

 

Ein Theaterlabor für alle, die Lust auf ein Experiment mit und ohne Text in Form von Fragen haben. Wie soll unser Theater aussehen? Gibt es in unserem Theater einen roten Vorhang? Werden in unserem Theater Stücke aufgeführt? Gibt es überhaupt eine Bühne in unserem Theater? Ist unser Theater lauter als sonst? Kann das Publikum in unserem Theater Popcorn essen? Führt ein unterirdischer Weg in unsere Kantine?

Im Workshop geht es um Fragen zum Theater. Wir werden Fragen erfinden, sie uns stellen, versuchen zu beantworten, umformulieren, Antworten ausprobieren, theatralisieren, neue Fragen anders stellen und sie nochmal fragen. Somit werden wir unser eigenes Theater erfinden, es hinterfragen, darüber nachdenken und es gleichzeitig ausprobieren.

 

Carmen Waack, geboren 1981 in Gießen; studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Frankfurt und Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim. Theaterpädagogische Tätigkeit u.a. beim Theater „Ojo Morado“ (Bolivien) und der TheaterFABRIK Gera. Mitbegründerin des Hildesheimer Theater- und Performancekollektivs „Fräulein Wunder AG“ 2006. Coach beim Unart-Performance-Wettbewerb in Dresden und Berlin. Jury-Mitglied beim Theatertreffen der Jugend seit 2007. Lehrtätigkeit an der Leibnitz-Universität Hannover im Fach Darstellendes Spiel und an der Universität Hildesheim.

 

 

Werkstatt 12:

DIY School - Schule selber machen

 

Alter: Ab 13 Jahren

Leitung: Svenja Wolff

 

Welches Fach fehlt in deinem Stundenplan? Welches Talent oder geheimes Wissen hast Du, das Du in einer Unterrichtsstunde an Deine Mitschüler*innen weitergeben willst? Was sollten Deine Lehrerinnen noch lernen? Im Theater lassen sich Orte neu erfinden. Deshalb nehmen wir uns für einen Tag die Theaterbühne und gründen dort die Schule, auf die wir eigentlich gerne gehen würden. Mit eigenen Fragen, Forderungen und Fantasien erfinden wir einen neuen Lehrplan, gestalten einen Klassenraum nach unseren Entwürfen und sind selber Lehrer*innen in Schulstunden, von denen wir sonst nur träumen. Die "DIY School" präsentieren wir mit szenischen Einblicken in den Unterricht, praktischen Trainingseinheiten zum Überleben im Schulalltag und guter Musik in den Pausen.

 

Svenja Wolff, 1983 in Rendsburg geboren, ist freie Theatermacherin und Performerin. Sie hat Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim studiert und interessiert sich für die Schnittstellen von performativem Theater, bildender Kunst und politischem Engagement.Als Mitglied des Performance-Kollektivs Frl. Wunder AG erprobt sie künstlerische Strategien der Intervention in öffentlichen Räumen oder sucht mit dem Publikum nach den Funken Utopischen Denkens, die den Alltag verändern. Bei dem Kinder- und Jugendtheater THEATER KORMORAN hat sie 10 Jahre als Schauspielerin, Bühnenbildnerin und Regisseurin gearbeitet und zahlreiche Workshops und Projekte mit Kindern und Jugendlichen geleitet.

 

 

Werkstatt 13:

ALLES.BLEIBT.ANDERS.

Bewegungstheaterworkshop

 

Alter: Ab 13 Jahren

Leitung: Cordula Tornow

 

Politik und Theater??? Wir wollen uns auf eine spannende Reise begeben. Magnetismus im System führt zu Automatismus und Stillstand. Hier wollen wir ansetzen. Durch Bewegung, Improvisation, Tanz, Objekttheater und Performance wollen wir Kriterien für Veränderungen suchen und finden. Mit Wachheit, Achtsamkeit und Mut, Neues auszuprobieren, werden wir festgefahrene Strukturen hinterfragen und durchbrechen. Frei nach dem Philosoph Heraklit – „Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen“ – wollen wir individuelle Ausdrucksmöglichkeiten suchen, eigene Bewegungsmuster wahrnehmen und aufdecken, kreative Ansätze verstärken, variieren und somit eine Vielfalt im Ganzen kreieren. Hier werden wir mit Körper, Stimme, Partner, Gruppe, Musik, Gegenständen und vielem mehr mal ganz leise, mal ganz laut experimentieren, improvisieren und daraus Szenen entwickeln.

Jeder der mehr über sich und seine Ausdrucksfähigkeit lernen möchte, ist herzlich eingeladen.

Bitte bequeme Kleidung und rutschfeste Socken oder leichte Gymnastikschuhe mitbringen!

 

Nach ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Gymnastiklehrerin mit dem Schwerpunkt Tanz im Jahr 2000 absolvierte Cordula Tornow ein Semester an der Etage im Studienfach „Pantomime“ in Berlin. Daran schloss sich ein vierjähriges Studium an der Folkwang Hochschule in Essen an mit dem Hauptfach „Physical Theater“.

2007 gründete sie ihre eigene Schule die „Bewegungs- & Theater-Werkstatt in Lübeck. 2012-2016 leitet sie zusätzlich die staatlich anerkannte Berufsfachschule „Olk-Schule“. Neben zahlreichen Auftritten im In- und Ausland liegt Cordula Tornow aber die Durchführung von vielfältigen Projekten und Kursen in den Bereichen Tanz -Schauspiel und Körpertheater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene besonders am Herzen.

 

 

Werkstatt 14:

Ein Quadratmeter

 

Alter: Ab 14 Jahren

Leitung: Tom Willems

 

EIN QUADRATMETER kann ein schönes Symbol dafür sein, wie wir als Künstler unserem Betrachter „etwas“ geben können und mit Hilfe der Kunst zu einer besseren Welt beitragen. Es geht nicht darum, auf die Barrikaden zu gehen und Revolutionen anzuzetteln und das Theater als utopisches Universum zu propagieren, das einen Anspruch auf die Wahrheit hätte, sondern es geht darum, die Welt durch Projekte zu verändern, die sich auf unser tägliches Leben beziehen.

Was ist ein QUADRATMETER?

Ein oder mehrere Spieler stehen in jedem Quadratmeter zu jeder Zeit für die gleiche Herausforderung: Erfinde einen „theatralen Quadratmeter“ mit begrenzten Ressourcen. So ist der „m²“ auch ein theaterästhetisches Mittel. Jede neue Performance stellt die Frage nach dem theatralen Effekt einer räumlichen oder einer anderen Beschränkung. Dramaturgisches Experimentieren in Kombination mit handwerklichem Können ist notwendig. Der Quadratmeter kann eine mentale Erfahrung des Theaters Wirklichkeit werden lassen, dort wo jeder Teilnehmer einen Arbeitsraum von nur einem Quadratmeter wählt.

 

Tom Willems ist Filmproduzent, Lehrer und Coach an der Akademie für Theater und Tanz an der Universität der Künste in Amsterdam. Er ist auf interdisziplinäres site-spezific-theatre spezialisiert. Er ist Trainer für junge Theaterprofis, trainiert außerdem verschiedene Gruppen und tritt mit Amateuren und semiprofessionellen Schauspielern auf. 2007 wirkte er an IDEA-Projekten mit, hat viel internationale Erfahrung und ist seit Juli 2017  Projektleiter von IDEA.

 

 

Werkstatt 15:

Politische Wortakrobaten – Wer spricht hier die Wahrheit?

Inszenierungsstrategien der Authentizität

 

Alter: Ab 15 Jahren

Leitung: Anna Lukasser-Weitlaner und Dagmar Höfferer-Brunthaler

 

Die LÜGE – ein negativ behaftetes Wort! So eine kleine Notlüge kann doch nicht schaden und häufig schützt sie ja auch die andere Person. Oder? Die Wahrheit ein bisschen in ein anderes Licht gerückt und dann sieht man die Welt schon gar nicht mehr so negativ, denn es gibt ja immer zwei Seiten der Medaille. Man muss das Glas einfach halb voll sehen und positiv durchs Leben gehen. Oder nicht?

Sprache ist Macht – und wer sie beherrscht, wird zum wahren Wortakrobaten auf dem Trapez in der Manege des Lebens.

Eine Zeile kann hundert Bedeutungen haben, je nachdem wer diese wie spricht und welchen Status diese Person hat. Ihr schreibt eure eigenen Texte und erforscht die verschiedenen Wirkungen der Texte. Wann ist etwas glaubwürdig und wann wirken Worte künstlich? Ein Workshop  –  von der klassischen Rede, über das Spiel mit Rollen und Status bis zum eigenen Poetry Slam.

 

Nach dem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien und der Theaterpädagogik in Rostock ging Anna Lukasser-Weitlaner nach Berlin und arbeitete dort als freischaffende Theaterpädagogin und Projektmanagerin. Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie als Theaterpädagogin am Salzburger Landestheater engagiert.

Dagmar Höfferer-Brunthaler ist Deutsch- und Sportlehrerin an einem Wiener Gymnasium. Nach Abschluss eines Studiums der Theaterpädagogik fungiert sie neben der vielfältigen Unterrichtstätigkeit auch als Landessprecherin Wien der Bundesarbeitsgemeinschaft für Theater in der Schule (BAGTIS) und Obfrau von IDEA AUSTRIA, der Internationalen Drama / Theater in Education Association.

 

 

Werkstatt 16:

Performance im öffentlichen Raum

 

Alter: Ab 14 bis 16 Jahre

Leitung: Marie Petzold

 

Gemeinsam wollen wir in diesem Workshop herausfinden, was euch wichtig ist und was euch aufregt in eurem Leben. Gibt es Dinge, die ihr euren Mitmenschen schon immer mitteilen wolltet, euch aber alleine nie getraut habt? Was ist eure Meinung zu den Themen: Offenheit, Toleranz, Gleichberechtigung, Freiheit und Sicherheit?
Wir entwickeln künstlerische Strategien, um auf eure Anliegen und Statements aufmerksam zu machen. Dies könnte ein Flashmob im Einkaufszentrum sein, eine Demonstration in der Fußgängerzone oder eine Performance vor dem Eingang des Schauspielhauses. Wir verlassen die Theaterbühne und wenden uns an die Öffentlichkeit auf der Straße.
Unser Motto lautet: Jede Stimme zählt!

 

Marie Petzold studierte in Erlangen Theater- und Medienwissenschaft, Pädagogik und im Anschluss Theaterpädagogik (M.A.). Nach Beendigung des Studiums assistierte sie für ein Jahr am Theater an der Parkaue Berlin. Seit August 2013 ist Marie Petzold als Theaterpädagogin für das Deutsche SchauSpielHaus in Hamburg tätig. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Kunstvermittlung für junge Menschen, die Backstage-Jugendclubarbeit, Kooperationen mit Hamburger Schulen und Stadtteilprojekte.

 

 

Werkstatt 17:

Überall Theater! – Raus gehen und Flagge zeigen!

 

Alter: ab 13 Jahren

Leitung: Katrin Ötting

 

Wer sagt denn, dass Theater immer auf einer Bühne oder drinnen stattfinden muss? Niemand! Denn es gibt auch eine Theaterform „Theater im öffentlichen Raum“ genannt, die fern von allen gebauten Bühnen Theater draußen in der Öffentlichkeit, z.B. zwischen den Menschen in einer belebten Einkaufsstraße macht. Dort kann zum Beispiel ein bloßes Hinlegen auf den Boden schon eine Art Theaterspiel sein und je nachdem, was man tut, auch eine Aussage haben. In diesem Workshop werden wir uns überlegen, welche Themen darauf warten, mal laut gesagt zu werden. Wir werden verschiedene Übungen machen und je nach Raum und Umgebung Verschiedenes in Bewegung bringen. Neugierig und mutig werden wir uns auf die Suche nach Orten machen, die nur darauf warten, bespielt zu werden. Mit oder ohne Sprache, mit oder ohne Musik, mit oder ohne Bewegung und mit oder ohne Zuschauer*innen!

Katrin Ötting studierte Kulturwissenschaften und Germanistik (MA) in Bremen und arbeitete als Regieassistentin, musikalische Assistentin, Dramaturgieassistentin, technische Assistentin und im Bereich Organisation am dortigen Bremer Theater und vor allem am moks am Bremer Theater. Als Teil des moks-Ensembles erhielt sie 2004 den Kurt-Hübner-Preis (für Klaus Schumacher und das moks-Ensemble). Seit 2006 ist Katrin Ötting in der Theaterpädagogik des Theater Lübeck tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit leitet sie u.a. Fortbildungen für Lehrer*innen und seit 2008 alljährlich die Theater-Sommerakademie bzw. das Sommercamp. Sie inszeniert Stücke mit Kindern und auch altersübergreifend mit Kindern und Jugendlichen.

 

 

Werkstatt 18:

So nicht! Schreibwerkstatt über das Protestieren

 

Alter: Ab 15 Jahren

Leitung: Knut Winkmann

 

Warum müssen Menschen sterben? Was magst du nicht an deinem Land? Über was kannst du dich so richtig aufregen? Am Anfang stehen Fragen. Und schon schwirren durch deinen Kopf 1000 Gedanken. Wirst du es laut sagen? Trau dich! Deine Stimme zählt, nur Zuschauen geht nicht. In diesem Workshop werdet ihr eigene Texte schreiben und gemeinsam ausprobieren. Lasst uns den Mund aufmachen!

 

Knut Winkmann, Regisseur, Autor und Leiter der Theaterpädagogik am Theater Lübeck; Inszenierungen von ihm wurden u. a. zu den »Norddeutschen Theatertagen«, zum »Kaltstart Theaterfestival Hamburg« sowie zum »Bundestreffen Jugendclubs an Theatern« eingeladen.

 

 

Werkstatt 19:

Du ich dich wir dich Du ich.
Lass bitte mal was ändern, Baby!

 

Alter: 15 – 18 Jahre

Leitung: Katharina Oberlik

 

Wer darf was verändern in der Welt? Du oder ich oder Wir? Nur gemeinsam können wir was ändern? Als einzelner nicht, oder was? Ok, also ab wann werde ich zum Wir? Sind wir zu zweit schon eine Gruppe?

In dieser Performance-Show testen wir, wer was verändern kann und was verändert werden kann. Wir untersuchen, was wir wirklich gerne ändern möchten und was wir davon sofort umsetzen können. Jetzt und hier. Lass mal bitte einfach was ändern jetzt!

Wir entwickeln zusammen eine Show über Veränderung und gehen hoffentlich ganz anders raus, als wir reingegangen sind.

 

Bitte bequeme Kleidung tragen und gerne verschiedene Kleidung zum Ändern mitbringen.

 

Katharina Oberlik wurde 1968 in Marburg an der Lahn geboren. Sie studierte Angewandte Theater – Film – und Fernsehwissenschaften in Frankfurt und in Giessen, wo sie das berühmte weibliche Performance-Kollektiv She She Pop mit gründete. Nach 10 Jahren Tätigkeit mit She She Pop kreierte sie zeitgenössisches Theater, Performances und Workshops im Kontext von Pop, Politik und Gesellschaft. Ihr besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung autobiografischer Shows und in der Arbeit mit Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. Sie kooperierte als Regisseurin mit dem transnationalen Ensemble von Hajusom sowie dem Theater:Playstation! 2010 gründete sie die ghettoakademie Hamburg, wo sie Videos, Shows und Performances im interkulturellen Kontext entwickelt. Sie ist Dozentin für zeitgenössische Performance an den Theaterakademien Hamburg und Ludwigsburg.

 

 

Werkstatt 20:

„Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt!“

Alter: 13 bis 15 Jahre
Leitung: Anne Bonfert

 

Wer ist der Babo? Wer bestimmt, wie es läuft und wie wir uns verhalten?

Was ist Theater und welche Regeln gibt es dort?

Was ist Schule und welchen Vereinbarungen fügen wir uns hier?

Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt:

Wir fragen uns, welche Regeln wir akzeptieren oder sogar übernehmen, ohne es zu merken. Wir probieren aus, was passiert, wenn wir all die Regeln, die uns umgeben, umkehren oder neue Regeln einführen. Wir erstellen eine „Liste der lästigen Dinge“ und sammeln unsere liebsten Regelverstöße ebenso wie die, die wir uns bislang nur in unserer Fantasie begangen haben. Wir nutzen das Theater und entwerfen eine neue Ordnung, hier sind wir die Babos!

 

Anne Bonfert studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim und DAMS in Bologna (Italien) mit den Schwerpunkten Theater, Musik und Kulturpolitik. Seit 2009 ist sie als Performerin, Theaterpädagogin, Trainerin, Dozentin (Uni Hildesheim/ HS Hannover) und Produktionsleitung tätig. Sie ist Stiftungsrätin der Stiftung Leben und Umwelt/ Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen und war von 2011-2013 Bezirksbürgermeisterin von Hannover-Mitte. Aktuell promoviert sie an der Uni Hildesheim zum „Politischen der zeitgenössischen theatralen Praxis“. Sie Mutter von zwei Kindern.